Eschmer Art

Zeitgenössische Schweizer Künstlerin

Über meine Malerei

Ich liebe es, Menschen zu malen, da ihr Wesen in mir eine tiefe schöpferische Sehnsucht entfacht. Wenn ich Menschen male, komme ich mir vor wie eine Übersetzerin. Ich übersetze meine Gefühle über die Menschen und das Leben in meine ganz persönlichen Malsprache. Oft sind die Gefühle verborgen, wie Worte, die einem auf der Zunge liegen und sich nicht finden lassen. Indem ich paraphrasiere bzw. vereinfache und stilisiere, ergründe ich, was mich tief bewegt und hole es zum Vorschein. Es ist eine grosse Motivation für mich das geeignete malerische Formenvokabular zu finden, um das auszudrücken, was ich im Innersten empfinde.

Über meine Technik

Ich male mit Ölfarben, manchmal in der Technik der alten Meister mit Schichten und Lasuren oder in der Alla Prima Technik. Ich liebe die geschmeidig-buttrige Konsistenz der Ölfarben. Ihre langsame Trocknungsfähigkeit gefällt mir ebenfalls, es hat etwas Anachronistisches an sich, das sich unserem beschleunigten Leben widersetzt. Was mich aber am meisten fasziniert an der Ölfarbe ist ihre einzigartige tiefe glanzvolle Leuchtkraft.

Über den Anfang

Für die Leinwand benutze ich einen sehr schweren, widerstandsfähigen Baumwollstoff, den ich mit weissem Gesso grundiere. Den Keilrahmen setze ich selbst zusammen. Oft frage ich mich, warum ich mir das Prozedere antue, denn alle vier Ecken der zusammengesetzten Schenkel mit dem Hammer auf exakt 90 Grad auszurichten, braucht besonders bei grossen Bildern viel Gespür und Geduld. Auch das Aufspannen der Leinwand nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch. Und doch ist es ein unverzichtbares Ritual, sozusagen den Grundstein für mein Bild selbst zu legen und zu wissen worauf ich aufbaue.

Über mich

Während Studienaufenthalten in London, Paris, Rom, Madrid sowie New York habe ich mich in Kunstgeschichte weitergebildet. Zum Malen animiert hat mich ein Aufenthalt in Manhattan, wo ich während Monaten in einem Kunst-Showroom auf einem Futon übernachtete und 24 Stunden umringt war von Kunstwerken. In dieser Zeit erwachte der Drang selbst den Pinsel in die Hand zu nehmen. Bald darauf begann ich mit dem Malen. Das Malen mit Ölfarben habe ich mir autodidaktisch beigebracht. Meine Gefühle und Gedanken über die menschliche Existenz, die Fragilität des Seins, das Werden und Vergehen sind die Inspirationsquelle meiner Kreativität. Ich lebe und male in Zürich/Schweiz.

lauschend

Listening to the sound of the churchbells, 130x170cm